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Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V.
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KV Märkisch-Oder-Havel-Spree

 

Betreuungsverein Fürstenwalde
Ehrenamtliche Betreuung- Nehmen Sie die Herausforderung an?

In Deutschland funktioniert nichts ohne Unterschrift. Das kennen Sie sicher, und es ist erstaunlich, wofür alles eine Unterschrift benötigt wird – Bankgeschäfte, Verträge, Anträge. Selbst Ärzte machen heute nichts mehr ohne Unterschrift.
Doch was ist, wenn man nicht mehr in der Lage ist zu unterschreiben:

- weil man z.B. einen Unfall hatte;

- weil die Demenz im Alter so stark wird, dass man keine vernünftigen Entscheidungen mehr treffen kann oder

- weil ein Schicksalsschlag einen so aus der Bahn wirft, dass man die Bürokratie nicht mehr überblickt und sich nicht mehr selbst helfen kann.

Sie kennen sicher auch Menschen in Ihrem Umfeld, die zeitweise oder auch längerfristig nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen. Nur, was nun?

Natürlich, ein Anderer muss die Entscheidungen stellvertretend treffen - und genau dies tun ehrenamtliche Betreuer.

Ehrenamtliche Betreuer organisieren den Alltag von alten Menschen, von Menschen mit Behinderung (sowohl körperlichen als auch geistigen) und von kranken Menschen, die niemanden mehr haben, der sie unterstützen kann. Eine spannende Aufgabe, die mal mehr und mal weniger Zeit in Anspruch nimmt, die dem ehrenamtlichen Betreuer aber auf jeden Fall sehr viel Zufriedenheit geben kann.

Welche Aufgaben haben ehrenamtliche Betreuer?

Wie bereits erwähnt geht es um die Organisation des Alltags der hilfebedürftigen Person. Es geht nicht ums Einkaufen, ums Putzen, Aufräumen oder um die Pflege. Es geht vielmehr darum, andere zu beauftragen, dies zu tun.
Aufgaben von ehrenamtlichen Betreuern können sein:

- Beauftragung einer Hauskrankenpflege

- Stellen von Anträgen, z.B. Wohngeld, Sozialhilfe, Pflegegeld oder der Rente

- Prüfen und Zahlen von Rechnungen

- Prüfen von Zahlungseingängen

- Absprachen mit Ärzten treffen

- Einwilligungen in medizinische Eingriffe

Sie denken, dies ist ganz schön viel? Das stimmt, es kann zeitweise viel Arbeit bedeuten. Aber es gibt auch die Möglichkeit, Betreuungen zu übernehmen, wo bereits alles geregelt und der Betreuungsaufwand sehr gering ist. So kann zum Beispiel die Betreuung einer älteren Dame oder eines älteren Herren im Pflegeheim übernommen werden. In einer solchen Betreuung liegt der Schwerpunkt in der Gesundheitssorge. Das heißt, die Planung und die Organisation der Durchführung von medizinischen Maßnahmen stehen im Vordergrund.

Bei der Entscheidungsfindung werden Sie aber nicht allein gelassen. Sowohl das Pflegepersonal als auch die Mitarbeiter des Betreuungsvereines können Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. Neben der Gesundheitssorge gilt es dann noch die Finanzen der Dame zu verwalten. Dies ist meist kein großer Aufwand. Die Rente wird auf das Girokonto überwiesen, die Heimkosten müssen beglichen werden. Dies muss regelmäßig überprüft werden.
Sie werden sehen, dass eine ehrenamtliche Betreuung kein besonderes rechtswissenschaftliches oder medizinisches Wissen verlangt. Gesunder Menschenverstand und Lebenserfahrung reichen, um dieser Aufgabe gewachsen zu sein. Aber Sie werden schnell merken, dass auch Sie durch diese Aufgabe sehr viel Wissen und Erfahrungen sammeln können, welches Sie auch im privaten Alltag gebrauchen können. Sie werden mit Menschen aus verschiedensten Berufsgruppen zusammenarbeiten und sich ein Netzwerk aufbauen. Und Sie werden zu einer Vertrauensperson, für einen Menschen der hilfebedürftig ist. Ein unsagbar zufriedenstellendes Gefühl.

„Ein Heiliger sammelt nichts, aber je mehr er für andere tut, umso mehr erwirbt er.“
Laotse



Was können Sie als ehrenamtlicher Betreuer erwarten?

1. Eins ist ganz klar, Sie erhalten in der Ausübung der ehrenamtlichen Betreuung so viel Hilfe und Unterstützung wie sie benötigen und möchten.
Ihre Ansprechpartner sind sowohl die Rechtspfleger des zuständigen
Amtsgerichts, die Mitarbeiter der Betreuungsbehörde, als auch wir, der DRK Betreuungsverein.

Der DRK Betreuungsverein bietet, selbstverständlich kostenlos, an:

- Regelmäßige „Stammtische“- hier treffen sich ehrenamtliche Betreuer einmal im Quartal und teilen ihre Erfahrungen, ihre anstehenden Herausforderungen und ihre Sorgen mit. Es macht Freude dabei zu sein, wenn die Ehrenamtlichen sich gegenseitig mit Ratschlägen helfen, sich unterstützen und manchmal auch nur einen Perspektivwechsel geben
- Informationsveranstaltungen zu verschiedensten Themen – die genauen Themen und Daten entnehmen Sie bitte unserer Internetseite oder kontaktieren Sie uns, gern per Telefon oder E-Mail
- Einzelgespräche, in den Sie uns ausfragen können – manchmal haben wir nicht sofort die Lösung parat, aber wir versprechen, dass wir uns des Problems annehmen und nach Lösungen suchen werden
- Arbeitsmappe – Sie erhalten von uns eine Arbeitsmappe inklusive CD, in der die wichtigsten Information noch einmal zusammen gefasst sind, aber auch Vorlagen für verschiedene Ämter zu finden sind.

2. Das entgegengebrachte Vertrauen gibt einem Zufriedenheit und Freude. Es geht darum, andere Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben selbst zu gestalten und bei der Umsetzung der Wünsche behilflich zu sein. In dem Kontext der ehrenamtlichen Betreuung kann Hilfsbereitschaft gelebt werden.

3. Für Ihre Arbeit und Unterstützung können Sie jährlich eine pauschale Aufwandsentschädigung von 399 € erhalten. Sollte die Betreuung finanziell sehr aufwendig sein, können Sie Ihre Ausgaben auch detailliert zur Erstattung einreichen. Dies geschieht jedoch in nur sehr wenigen Fällen. Meist können mit der Pauschale alle Unkosten abgedeckt werden.


Wie wird man ehrenamtlicher Betreuer?

Wir würden Sie sehr gern in einem persönlichen Gespräch detaillierter über das Ehrenamt als rechtlicher Betreuer informieren. Möglicherweise gelingt es uns schon während dieses Gespräches, einen passenden Betreuten für Sie zu finden. Im Anschluss an unser Gespräch werden wir Sie an die Betreuungsbehörde vermitteln. Diese hat die Aufgabe zu prüfen, ob Sie als ehrenamtlicher Betreuer in Frage kommen. Keine Sorge, es gibt keinen Wissenstest oder ähnliches. Es gilt vielmehr Sie als Menschen kennenzulernen und einzuschätzen, welcher Betreute zu Ihnen passen könnte. Wenn von der Betreuungsbehörde keine Einwände erhoben werden und der passende Betreute für Sie gefunden ist, wird das Amtsgericht Sie nach § 1896 ff. BGB in einer Anhörung zum ehrenamtlichen Betreuer bestellen. Der Richter legt fest, in welchen Aufgabenkreisen man den Betreuten vertreten darf. Das sind meist:

- Gesundheitssorge

- Vermögenssorge

- Aufenthaltsbestimmungsrecht

- Wohnungsangelegenheiten

- Heimangelegenheiten

- Vertretung gegenüber Behörden, Institutionen und Banken

Die Rechtspflegerin führt anschließend ein sogenanntes Verpflichtungsgespräch. Dort werden Ihnen alle Rechte und Pflichten erläutert. Viele Informationen, die erst einmal sortiert werden müssen. Aber keine Sorge, man wächst schließlich mit seinen Aufgaben. Nun dürfen Sie die betreute Person offiziell vertreten, die Herausforderung beginnt.

Die Mitarbeiter des DRK Betreuungsverein würden sich sehr freuen, wenn wir in Ihnen mit dieser kurzen Darstellung ein Interesse für das Ehrenamt des rechtlichen Betreuers wecken konnten. Bitte scheuen Sie sich nicht davor, sich mit Ihren Fragen an uns zu wenden.

Die Arbeit des Betreuungsvereins bezugnehmend auf die Querschnittsarbeit wird gefördert durch das Land Brandenburg und den Landkreis Oder-Spree.

 

Wir helfen gern

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Ansprechpartner:
Betreuungsverein Fürstenwalde
Dr.-Wilh.-Külz-Str. 37 - 38
15517 Fürstenwalde
Frau Vogeler
Tel.: 03361-3654710
Fax : 03361-3654719
ingrid.vogeler@drk-mos.de