DRK
Startseite
Kontakt
Sitemap
Impressum
intern

Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V.
Unser Kreisverband
Angebote
Adressen
Aktuelles
Termine
KV Märkisch-Oder-Havel-Spree
"„Hey, mach den Fotoapparat weg", schrie ein Feuerwehrmann an der Einsatzstelle den Badegästen zu (vom 24.05.2012)
Was war geschehen? Am Vorabend des Herrentages ging gegen 19:10 Uhr ein Notruf in der Regionalleitstelle „Oderland“ in Frankfurt ein. Ein Angler hatte diesen gewählt und mitgeteilt: „Ein Schlauchboot mit zwei Personen ist auf dem Obersdorfer See - Höhe Sportplatz gekentert.“ Er sei aber auch sicher, dass sich auf dem Boot zuvor 4 Personen befanden.
Unverzüglich alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren der Region sowie die SEG Wasserrettung des DRK-Kreisverbandes in Frankfurt (Oder). Gleichzeitig wurde zur Sicherstellung des Rettungstauchereinsatzes und zum Aufbau eines Wärme- und Betreuungszeltes die im Katastrophenschutz des Landkreises Märkisch-Oderland tätige DRK-Sanitätseinheit Strausberg alarmiert.

Nur 10 Minuten nach der Alarmierung trafen auch schon die ersten Kräfte der Feuerwehren mit Booten ein, setzten diese ins Wasser und waren auf dem Weg zu den beiden Personen. Zum gleichen Zeitpunkt erklärte die Partnerin des Anglers, eine ältere Dame, den Kräften der Feuerwehr: „4 alkoholisierte Jugendliche vergnügten sich mit einem Schlauchboot auf dem See bis kurze Zeit später das Schlauchboot kenterte - 2 Personen sind im Wasser - die anderen 2 nicht mehr zu sehen.“

Nun ging alles sehr schnell, die Personen im Wasser wurden gerettet und die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr mussten auf Grund der Kälteanzüge und der Sicherheitsausrüstung im Schlauchboot erkennen, dass dieses Szenario Teil einer Übung ist.

Diese nicht angekündigte Übung der Stadt Müncheberg und des DRK-Kreisverbandes in Zusammenarbeit mit den Trägern sollte dazu dienen, die festgelegten Standards hinsichtlich der Reaktionszeiten, Personalstärken, Ausstattungs- und Qualifikationsanforderungen bei den Rettungskräften zu überprüfen. Daher die Geheimhaltung im Vorfeld. Getestet wurden aber auch die Kommunikationsabläufe zwischen den Leitungsstäben und Einheiten. Ebenso die logistische Planung für den weiteren Einsatz.

Also gaben sich die Leiter der Übung zu erkennen und forderten die am Einsatzort befindlichen Kräfte auf, den Einsatz weiterlaufen zu lassen. Daraufhin wurde der ELW der Stadt Müncheberg angefordert und zur Vermisstensuche die Rettungshundestaffel des DRK.

Wirklich kein Helfer wusste Bescheid! Dennoch standen die ersten Fahrzeuge und Helfer des DRK bereits nach 60 Minuten am Ort des Geschehens für die medizinische Sicherstellung des Einsatzes zur Verfügung. Auch die SEG Wasserrettung stellte mit kurzer Ausrückzeit unter Beweis, dass sie ein schneller und zuverlässiger Partner sind. Bereits 85 Minuten nach Alarmierung und 50 Fahrkilometern waren die Rettungstaucher, welche ohne Inanspruchnahme der Sonder- und Wegerechte den Einsatzort anfuhren, im Wasser. In den 15 Minuten Tauchzeit stellten sie ihr Können unter Beweis und fanden eine vermißte Person (die Playmobil-Figur).

Auch die SEG Betreuung mit einer Betreuungsstaffel aus Frankfurt wurden zum Einsatz gerufen.

Mit dieser Einsatzeinheit stellt der DRK-Kreisverband eine Komponente zur Staubetreuung auf der Autobahn A12. Hier war es für die Organisatoren wichtig, zu überprüfen, ob die Kräfte in der Lage sind, bei kurzer Reaktionszeit eine Versorgung von 100 Helfern mit warmen Getränken und kleinen Mahlzeiten sicherzustellen. Auch dieses ist gelungen. Nach 7 Minuten meldete sich die erste Staffel in der Leitstelle, kochte auf der Wache den Kaffee packte Würstchen in das Fahrzeug und 25 Minuten nach Alarmierung rollte der Mannschaftswagen mit heißem Getränken und Würstchen an Bord Richtung Obersdorf. Diese wurde am Einsatzort erwärmt und jeder Helfer hatte einen heißen Kaffee in der Hand. Für die zweite Betreuungsstaffel erfolgte ein Einsatzabbruch.

Nun fehlte nur noch die Hundestaffel.
Diese kam aus Fürstenwalde und traf knapp 120 Minuten nach der Alarmierung mit sechs Suchhunden am Einsatzort ein. Nach einer Einweisung in die Lage, das Gelände und die Gegebenheiten, erhielt der erste Rettungshundetrupp den Auftrag, in dem sehr dicht bewachsenen Waldgebiet die zwei vermissten Personen zu suchen und zu retten. Wenige Minuten später schlug der Hund an, und eine Person wurde schlafend gefunden. Nun wurde ein weiterer Rettungshundetrupp in den Wald geschickt. Auch dieser erfüllte seine Aufgabe schnell und kompetent und so konnte Dank der feinen Spürnasen der Rettungshunde die Übung nach 2,5 Stunden ein schnelles und erfolgreiches Ende finden.

Zum Einsatz an diesem Tag kamen neben den Einsatzkäften der Müncheberger Feuerwehren (incl. der Ortsteile) ca. 40 Helfer des DRK-Kreisverbandes. Acht Helfer der Wasserwacht Ortsgruppe Strausberg waren als Mimen im Einsatz. Dafür möchten wir allen Beteiligten Danke sagen.

Nicht jedem freiwilligen Helfer ist die Teilnahme an jedem Einsatz möglich. Daher benötigen wir mindestens doppelt so viele aktive Katastrophenschutzhelfer, um die volle Einsatzstärke allzeit zu gewährleisten. Wer dazu Interesse hat, kann sich jederzeit bei uns melden. Dabei kann die Arbeit im der Gemeinschaft der Bereitschaften oder der Wasserwacht erfolgen. Auch für Jugendliche gibt es bereits die Möglichkeit mitzumachen.

Weitere Informationen zur ehrenamtlichen Arbeit in der Wasserwacht, der Rettungshundestaffel oder den Bereitschaften sowie zum ehrenamtlichen Mitwirken im DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Spree kann man bei Mario Deutschländer (Telefon 0163 1702569 oder Email mario.deutschlaender@drk-mos.de) erhalten.

Zudem besteht für alle Interessierten jeden Mittwoch von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Katastrophenschutzzentrum Frankfurt (Oder) die Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahme.


(Mario Deutschländer)

» zurück

"„Hey, mach den Fotoapparat weg", schrie ein Feuerwehrmann an der Einsatzstelle den Badegästen zu

Wir helfen gern

Suche: