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KV Märkisch-Oder-Havel-Spree
neues Trainingsmodell (vom 07.04.2014)
Beim Rettungsdienst in Märkisch-Oderland wird derzeit ein neues Trainingsmodell eingeführt. Bei einer speziellen Simulation können Hilfskräfte sich auf Schadensfälle mit vielen Verletzten vorbereiten. Jetzt gab es in der DRK-Geschäftsstelle Strausberg eine Präsentation.
Was ist zu tun, wenn eine voll besetzte S-Bahn oder ein Regionalzug an einem Bahnübergang in einen Lastzug fährt? Oder auf der Autobahn eine Massenkarambolage passiert? Oder irgendwo wieder ein Busunfall? Oder wenn es im Seniorenheim brennt oder die Bewohner wegen einer Infektion evakuiert werden müssen? Das können Rettungskräfte aus verschiedenen Organisationen jetzt auch probieren, ohne die Situationen mit großem logistischem Aufwand nachzustellen, ohne Strecken zu sperren, Züge zu ordern oder Statisten als Verletzte einzusetzen. Geübt wird solch ein "Massenanfall von Verletzten" (MANV) jetzt mittels einer Simulation.
Dass derartige komplexe Ereignisse trainiert werden müssen, steht für Heiko Conrad und Steffen Scholl vom Rettungsdienst außer Frage. Die beiden waren vor einiger Zeit bei einer Multiplikatorenausbildung an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, einer Aus- und Fortbildungseinrichtung des Bundes für den Bevölkerungsschutz, haben die Trainingsform von dort mitgebracht. Denn während im überwiegenden Teil aller Notfalleinsätze die medizinische Versorgung eines Patienten oder nur kleiner Gruppen zu gewährleisten ist, sehen sich die Besatzungen von Rettungswagen am Beginn eines Großeinsatzes einer Vielzahl von Betroffenen gegenüber und müssen entsprechend reagieren. Sie sollen darauf vorbereitet sein.
Seit gut einem halben Jahr haben die beiden mit einem Trainerteam die Simulationspremiere vorbereitet. Zum Beispiel Karten mit den im Kreis verfügbaren Rettungswagen vorbereitet. Außerdem sind einlaminierte A4-Blätter entstanden, die die Patienten darstellen. Kleine Klebezettel darauf zeigen den Einsatzkräften den Zustand, gegebenenfalls auch Hinweise des Arztes. Mit weiteren Klebezetteln dokumentieren die Helfer ihre Tätigkeiten. Dadurch kann sich der Zustand des vermeintlichen Patienten ändern. Dafür sind Varianten hinterlegt.
Dennoch schätzen die Lehr-Rettungsassistenten die Premiere mit ihrem Geschäftsführer, einem Vertreter der Leitstelle, Notärzten, Stützpunktleitern, Wasserwacht, Katastrophenschutz und Feuerwehr als gelungen ein. "Wir üben so das interdisziplinäre Zusammenspiel, die Leute lernen sich kennen", erklärt Heiko Conrad. Zudem könnten Führungsstrukturen getestet werden, Meldewege, ja selbst das Aufstellen der Fahrzeuge im Notfall, damit eine Gasse frei bleibt.
Auch drei Mitglieder unseres Kreisverbandes gehören dem Trainerteam an. Wir wünschen Ronny Meier, Falk Hoffmann (beide Wasserwacht), Steffen Usbeck und André Joeks (beide SEE Strausberg) bei Ihrer Aufgabe immer gute Ideen und viel Erfolg.
Quelle: MOZ / Sabine Joeks

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