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KV Märkisch-Oder-Havel-Spree
Im Zeichen der Menschlichkeit: Das DRK hilft Flüchtlingen im In- und Ausland (vom 09.09.2015)
Das DRK ist Teil einer weltweiten Gemeinschaft, die Opfern von Konflikten und Katastrophen Hilfe gewährt, allein nach dem Maß ihrer Not. Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns für das Leben, die Gesundheit und die Würde aller Menschen ein. Beinahe 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht oder haben ihre Heimat unfreiwillig verlassen. Fluchtgründe gibt es viele. Für das DRK ist entscheidend: Flüchtlinge sind Menschen, die aus extremen Situationen kommen, oft Grausames erlebt haben und vor völlig neuen und unklaren Situationen stehen.
Im Ausland

Das DRK setzt sich in vielen Krisenregionen für Flüchtlinge ein. Die Syrienkrise bleibt die größte humanitäre Operation des DRK im Ausland. Die humanitäre Lage in und um das Land vier Jahre nach Ausbruch des Konflikts bleibt katastrophal: 7,6 Mio. Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht; über 4 Mio. suchen in den Nachbarländern Schutz.

Das DRK arbeitet in Syrien eng mit seiner Schwesterorganisation, dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond zusammen. Der Rote Halbmond ist landesweit aktiv und hat Zugang zu fast allen vom Konflikt betroffenen Gebieten. Das DRK hat selbst Mitarbeiter in Damaskus vor Ort, die die Hilfe koordinieren. Auch in den stark betroffenen Nachbarländern Libanon, Jordanien und Türkei hilft das DRK syrischen Flüchtlingen.

Allein im Libanon sind rund 1,2 Millionen Syrer registriert, in der Türkei 1,8 Millionen, in Jordanien rund 629.000. Hinzu kommen zahlreiche nicht registrierte Flüchtlinge. Medizinische Hilfe leisten wir in Jordanien mit einem Krankenhaus im Flüchtlingslager Azraq. Im Nord-Irak erhalten Binnenvertriebene Hilfsgüter und finanzielle Unterstützung. Seit über zehn Jahren ist das DRK trotz des anhaltenden Konflikts im Darfur im West-Sudan präsent.

Darüber hinaus sind wir im Jemen, in Uganda, in Griechenland und in Kolumbien für Flüchtlinge und Vertriebene im Einsatz. Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen in Griechenland wird das DRK das Griechische Rote Kreuz bei der Versorgung der ankommenden Migranten und Asylsuchenden unterstützen. Mit Mitteln der Bundesregierung wird das DRK an die Betroffenen an vier verschiedenen Standorten in Athen, Attika und auf der Insel Lesbos Hygienekits verteilen.

Im Inland

In den vergangenen Wochen haben sich die Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland dramatisch verschärft. Das DRK muss auf Anforderung der Länder und Kommunen immer mehr Notunterkünfte einrichten. Eine Entspannung ist nicht absehbar, im Gegenteil: Im Herbst wird sich die Lage möglicherweise zuspitzen, wenn wegen der Witterung eine Unterbringung in den Zelten nicht mehr möglich sein wird. Das DRK betrachtet Zeltcamps für Flüchtlinge nur als absolute Notlösung.

Das DRK unterstützt die Länder und Kommunen seit mehr als zehn Wochen bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Wir stellen Zelte, Feldbetten und Lebensmittel zur Verfügung. Wo behördlich bereitgestellte Einrichtungen und Unterkünfte nicht ausreichen, unterstützt das DRK bei der Einrichtung z.B. von Turnhallen als provisorischen Notunterkünften. In Ausnahmenfällen und als kurzfristige Notlösung werden Zelte in als Unterkunft in Betracht gezogen.

In fast allen Bundesländern sind Landes- und Kreisverbände des DRK in die Flüchtlingsnothilfe eingebunden. Rund 45.000 Flüchtlinge werden in mehr als 180 Unterkünften mit unseren 2000 hauptamtlichen und 7000 ehrenamtlichen Helfern betreut, um die Not der Menschen zu lindern. Die Zahlen sind starken Tagesschwankungen unterworfen, da die provisorischen Notunterkünfte lediglich der Erweiterung der Erstaufnahmezentren dienen und nicht für eine längere Unterkunft geeignet sind. Bis Ende des Jahres werden 800. 000 Flüchtlinge erwartet.

Angebote des DRK für Flüchtlinge

Das DRK unterstützt Flüchtlinge und Migranten in Deutschland seit Jahrzehnten in vielfacher Hinsicht.

Die Flüchtlingsberatungsstellen (Asylverfahrens- und Asylsozialberatung) beraten und unterstützen bei allen Fragen rund um das Asylverfahren. Darüber hinaus geben sie Orientierungshilfe während des Aufenthaltes in Deutschland und unterstützen zum Beispiel beim Zugang zu sozialen Leistungen und zu ärztlicher Behandlung, bei Fragen zum Schulbesuch sowie bei der Wohnungssuche.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer ist für alle Migranten, die voraussichtlich auf Dauer in Deutschland leben werden und somit auch für anerkannte Flüchtlinge zuständig. Sie unterstützt in vielen Angelegenheiten; im Zentrum stehen in der Regel die Themen Sprache, Bildung und Ausbildung, Arbeit und Beruf sowie Sozialleistungen. Die Migrationsberatung vermittelt den Zugang zu Integrationskursen und nach Möglichkeit eine Kinderbetreuung während der Teilnahme.

Es ist gerade das ehrenamtliche Engagement, das den Flüchtlingen hilft, sich hier aufgenommen, sicher und willkommen zu fühlen. Deswegen ist die große Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen, die wir als DRK täglich erleben, umso erfreulicher. Damit aus dem ersten Impuls, Flüchtlinge zu unterstützen, auch ein gutes Miteinander wird, haben wir einige Tipps für Sie: "Gemeinsam mit Flüchtlingen - Angebote des DRK zum Mitmachen" (pdf-Datei).

Der DRK-Suchdienst hilft Menschen, die durch bewaffnete Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration von ihren Angehörigen getrennt wurden, bei der weltweiten Suche. Hierbei arbeitet das DRK mit den Rotkreuz-/Rothalbmondgesellschaften sowie dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz zusammen.

Beim DRK-Suchdienst gehen immer mehr Suchanfragen ein, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreffen. Allein aus den ersten sechs Monaten dieses Jahres liegen schon 696 Anfragen vor von Familien, die ihre Kinder suchen oder von Kindern und Jugendlichen, die auf der Flucht von ihren Angehörigen getrennt wurden. „Das sind fast doppelt so viele wie im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung zeigt, dass die Betreuung unbegleiteter Kinder und Jugendlicher für die kommenden Jahre auf mehr Schultern verteilt werden muss“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

Traumatisierte Flüchtlinge und Opfer von Folter und anderen schweren Menschenrechts-Verletzungen brauchen effektive, bedarfsgerechte Hilfe und Unterstützung. In derzeit drei DRK-Standorten werden vorliegende Traumatisierungen diagnostiziert und behandelt. Wir vermitteln zu Psychotherapeuten, organisieren Dolmetschende und medizinische Hilfe.

Das DRK hält unterschiedlichste Angebote für junge Menschen und für Familien bereit – von Beratungsstellen (zum Beispiel Schwangerschaftsberatung, Familienberatung, Erziehungsberatung) über Angebote der Kindertagesbetreuung, der Jugend- und Jugendsozialarbeit bis hin zu stationären Wohngruppen für minderjährige Flüchtlinge.

Die DRK-Beratungsstellen leisten auch Perspektivenberatung und Rückkehrunterstützung. Sie prüfen mit den Ratsuchenden, ob eine Rückkehr in das Heimatland eine mögliche Option ist. Wichtigster Grundsatz der Beratung dabei ist die Freiwilligkeit der Rückkehr. Das DRK wirkt niemals gegen den Willen des Ratsuchenden auf eine Rückkehr in das Heimatland hin.

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Im Zeichen der Menschlichkeit: Das DRK hilft Flüchtlingen im In- und Ausland

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DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e. V.
Dr.- Wilh.-Külz-Str. 37 - 38
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Tel.: 03361 - 5967-0
Fax : 03361 - 7694970
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