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Welch ein Jubiläum: 200. Weltkriegsbombe in Oranienburg erfolgreich entschärft (vom 14.12.2016)
Ein Fünf-Zentner-Blindgänger, eine amerikanische Fliegerbombe, ist am 14. Dezember in Oranienburg (Oberhavel) entschärft worden. Ein sechsköpfiges Team des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hat den chemischen Langzeitzünder ferngesteuert mit einem Wasserstrahlschneider herausgetrennt. Es war nach 1990 der 200. Blindgänger, der in der Havelstadt unschädlich gemacht wurde. Die DRK-Bereitschaft Oranienburg hatte bereits am Vortag „alle Oranienburger zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen“. Immerhin mussten knapp 10 000 Menschen vor der Entschärfung ihre Wohn- und Arbeitsstätten verlassen. Auch ein Krankenhaus, eine Seniorenresidenz, der Bahnhof sowie sechs Kitas und vier Schulen wurden geräumt. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr war unterbrochen. Insgesamt 300 Sicherheits- und Hilfskräfte von Feuerwehr, Polizei, Stadt und Rotem Kreuz nahmen an dem Einsatz teil.
Dass sich auch in diesem Fall die Kameraden der Oranienburger DRK-Bereitschaft auf die Unterstützung benachbarter Rotkreuzverbände verlassen konnten, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ eindrucksvoll bereits am Tag des Geschehens. Es geht um drei DRK-Helfer aus dem Kreisverband Uckermark West/Oberbarnim, die sich um drei Uhr auf den Weg gemacht hatten, um in Oranienburg zu helfen: „Zu nachtschlafender Zeit sind sie aufgestanden. Einsatzort wieder einmal: Oranienburg. Lars Thom, Tobias Lüsch und Elisa Rackow sind als ehrenamtliche Sanitätshelfer für das DRK Uckermark West Oberbarnim unterwegs. Sie fahren einen der 34 Krankentransporter, die am Mittwochmorgen ab 5.30 Uhr die 89 Patienten aus den Oranienburger Krankenhaus wegen der Bombenentschärfung nach Hennigsdorf verlegen. Um 3.30 Uhr war für sie Treff in Eberswalde. Lars Thom war schon oft dabei in der Bombenstadt Oranienburg. Im „richtigen Leben“ ist er Trockenbauer. Damit er in Oranienburg mithelfen kann, bummelt er Überstunden ab, aber sein Chef habe schon Verständnis. Tobias Lüsch ist Abiturient und hat seinen Schulleiter gefragt, der nichts dagegen hat, dass er auch gestern, statt in der Schule, im Krankentransporter sitzt. Elisa Rackow arbeitet im öffentlichen Dienst. Dann plötzlich ein Funkspruch: Die drei müssen um 7.30 Uhr zum nächsten Transport am Krankenhaus Oranienburg vorfahren. Für die nächste Hilfstour …“.

Foto (v.l.n.r.)
DRK-Helfer Elisa Rackow, Lars Thom, Thomas Lüsch im nächtlichen Hilseinsatz

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