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Menschen in Haiti: weiter auf DRK-Hilfe angewiesen (vom 10.01.2017)
Bis heute ist Haiti vom verheerenden Erdbeben des 12. Januar 2010 gezeichnet. Der Wirbelsturm "Matthew", der den Karibikstaat am 4. Oktober 2016 erreichte, war ein erneuter Schlag. Noch immer leistet das DRK dort Nothilfe: „Bei dem Sturm wurden Äcker und Felder fortgeschwemmt, mehr als 175.000 Häuser beschädigt oder zerstört. Neben Schäden an der Infrastruktur wurden auch die Wasserleitungen zerstört, so dass es vielerorts an frischem Trinkwasser mangelt. Das DRK hilft daher weiterhin in der mit am stärksten vom Wirbelsturm betroffenen Region im Department Nippes dabei, die Wasserleitungen zu reparieren und den Menschen wieder Zugang zu sauberem Wasser zu verschaffen“, sagt Christian Grau, Leiter des DRK-Büros in Haiti.
Auch wurden mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes bereits 2100 Sets mit Wasserreinigungstabletten zur Vorbeugung gegen Cholera sowie 1000 Hygienepakete und 1500 Werkzeugboxen an die betroffenen Menschen verteilt, um einfache Reparaturen an Häusern durchzuführen. Im Department Nippes unterstützt das DRK die Bevölkerung bereits seit dem Erdbeben im Jahr 2010. Auch in normalen Zeiten leiden die Menschen dort unter niedrigen Ernteerträgen, schlechtem Zugang zu Wasser und Mangelernährung.

Die Menschen in Haiti sind von ganz verschiedenen Krisen bedroht: Regelmäßig peitschen Wirbelstürme über das Land oder bleiben Ernten wegen Trockenheit aus; die Erdbebengefahr hält an. Gemeinsam mit dem Haitianischen Roten Kreuz und anderen Partnern der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist das DRK seit vielen Jahren in Haiti aktiv, um die Menschen dabei zu unterstützen, sich besser gegen Katastrophen zu wappnen. In Arcahaie, einer bergigen Region nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince etwa, unterstützt das DRK mit Finanzierung der Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Ernährungssicherung von rund 6.000 Kleinbauern und deren Familien.

Nach dem Erdbeben im Jahr 2010 hatte das DRK über 32,7 Millionen Euro Spenden für die Erdbebenopfer erhalten. Rund ein Viertel davon floss in akute Nothilfemaßnahmen. Etwa 40 Prozent wurden in den Bau sicherer Unterkünften oder Schulen investiert. In Gesundheitsprojekte wie das mobile DRK-Krankenhaus, in dem von Januar bis November 2010 rund 70.000 Behandlungen erfolgten, gingen 23 Prozent.

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