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KV Märkisch-Oder-Havel-Spree
Vor 20 Jahren kam die Flut nach Ostbrandenburg (vom 16.07.2017)
Im heißen Sommer 1997: Die Oder sprengte mit ihren Fluten die Deiche bei Brieskow-Finkenheerd, verwandelte die Ziltendorfer Niederung in einen riesigen See. Dörfer mussten geräumt werden. Existenzen wurden ruiniert. Das ungebändigte Wasser drohte, Frankfurt und das ganze Oderbruch zu überschwemmen. Zehntausende stemmten sich den Naturgewalten entgegen. Auch das Rote Kreuz war pausenlos im Einsatz, um Menschen in ihrer Not zu helfen.
In einem Rückblick sagte der spätere Ministerpräsident Matthias Platzeck, der in diesen bewegten Tagen als „Deichgraf“ im Focus nationaler Aufmerksamkeit stand: „Die Tage im Juli 1997 werde ich nie vergessen. Vor allem die Gesichter der unmittelbar betroffenen Brandenburgerinnen und Brandenburger – spiegelten sie doch das Wechselbad der Gefühle dieses Sommers: Bangen und Hoffen, Sorge und Zuversicht, Enttäuschung und Freude. Damals drohte das Oderbruch unter einer Wasseroberfläche größer als der Bodensee zu versinken. Dort bangten 20 000 Bewohner um ihre wirtschaftliche Existenz, um Haus und Hof. Bewusst wird mir immer wieder, wie solche Not zusammenschweißen und so abgewendet werden kann.
Der unermüdliche Einsatz – auch und gerade der Männer und Frauen des DRK – hat eines bewiesen: Das Glück gehört dem besonders Tüchtigen. Wir konnten fast überall puddingweiche Deiche halten und in der Ziltendorfer Niederung Schäden an Leib und Leben abwenden, weil wir gemeinsam alle Kräfte mobilisierten – frühzeitig, schnell, koordiniert. Einwohner, Bundeswehr, Hilfskräfte und politisch Verantwortliche zeigten, wie in kürzester Zeit ein Land in Bewegung gerät und sich erst mal selbst hilft.
Das hat mich aufs Tiefste beeindruckt. Das motivierte nicht nur die Brandenburger und setzte ihre Kräfte frei. Die ganze Nation blickte auf die Region rund um die Oder. Eine erstaunliche Solidarität zwischen Ost und West wurde ausgelöst, die nicht nur in Form von Geldspenden ihren Ausdruck fand. Sie bleibt unauslöschlich in unseren Köpfen und Herzen.“

Foto: Rückblick auf den Oderflut-Einsatz im "Brandenburger Rotkreuzmagazin"

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