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Pest-Ausbruch in Madagaskar: DRK entsendet mobiles Krankenhaus (vom 17.10.2017)
Nach dem Ausbruch der gefährlichen und leicht übertragbaren Lungenpest in Madagaskar wird das Rote Kreuz ein medizinisches Behandlungszentrum in den afrikanischen Inselstaat schicken und dort betreiben. Ein Großteil des Materials für die mobile Klinik, die 50 Betten umfasst, wird voraussichtlich Ende dieser Woche mit einem Hilfsflug aus dem Logistikzentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin-Schönefeld entsendet werden. Auch drei Techniker des DRK werden von Berlin aus in den Einsatz gehen. „Wir stellen derzeit die nötigen Komponenten für ein spezielles Behandlungszentrum, in dem Patienten behandelt und zugleich isoliert werden, zusammen. Denn Ziel muss es sein, die weitere Ausbreitung der hochinfektiösen Erkrankung aufzuhalten“, sagt Jörg Haas, Sachgebietsleiter Katastrophenhilfe im DRK. Die Gesamtkoordination des Einsatzes liegt bei der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Genf.
Das Auftreten der Pest ist in Madagaskar nicht ungewöhnlich. Üblicherweise handelt es sich in Madagaskar dabei um Fälle von Beulenpest, die durch Bakterien über Insektenbisse übertragen wird. Bei der dieses Jahr auftretenden Lungenpest ist die Übertragung auch durch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch möglich. Das macht die Lungenpest hochansteckend. Insgesamt wurden bereits 684 Verdachtsfälle gemeldet, 57 Menschen starben. Bei etwa 70 Prozent der aktuellen Infektionen handelt es sich um Fälle von Lungenpest. Mit Antibiotika ist die Pest gut zu behandeln, ohne eine Behandlung ist der Verlauf oft tödlich.
Bereits am Freitag hatte das DRK eine auf Infektionskrankheiten spezialisierte Ärztin nach Madagaskar entsendet. Die Medizinerin ist vor Ort Teil eines internationalen Teams, das die Lage analysiert und den Einsatz des Behandlungszentrums vorbereitet. Das DRK ist bereits seit vielen Jahren in der Katastrophenvorsorge auf Madagaskar aktiv. Das Madagassische Rote Kreuz bildet derzeit 1.000 Freiwillige und Mitarbeiter aus, um gegen die weitere Verbreitung der Lungenpest vorzugehen.

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