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Lawinengefahr: Wichtige Tipps der Bergwacht (vom 10.01.2019)
Schneemassen in den Alpen. Endlich mal wieder richtig Winter, sagen sich auch viele Skifahrer aus dem eher platten Land zwischen Oder, Havel, Spree – und los geht es südwärts. Bei aller Vorfreude auf den weißen Spaß gilt es, bestimmte wichtige Regeln zu kennen und zu beachten. in den beliebtesten Ski-Gebieten häufen sich gerade die Berichte über Lawinenunfälle. „Leider kommt es häufig vor, dass sich Skifahrer äußerst fahrlässig verhalten“, sagt Bernd Adler, Lawinenexperte der Bergwacht im DRK, und gibt folgende Tipps:
1. Unbedingt auf gekennzeichneten Pisten bleiben
Abseits gesicherter Pisten besteht grundsätzlich immer Lawinengefahr, deshalb nur freigegebene und gekennzeichnete Abfahrten nutzen.

2. Gefahrenstufe beachten und Wetter beobachten
Wie hoch das Gefahrenpotential in der jeweiligen Region ist, zeigt ein Blick auf die Europäische Lawinengefahrenskala von 1 (gering) bis 5 (sehr hoch). Langanhaltender Schneefall mit Wind und Frost erhöht die Gefahr. Starke Erwärmung durchfeuchtet die Schneedecke und macht sie instabil.

3. Touren unbedingt planen
Wer auf Tour geht, benötigt eine Ausrüstung mit Lawinenverschütteten- Suchgerät (LVS), Lawinenschaufel sowie einer Sonde. Zu empfehlen ist ein Rucksack mit Lawinenairbag, ein Erste-Hilfe-Set und ein Biwaksack.

4. Alarmzeichen beachten
"Wumm"-Geräusche, auftretende Risse beim Betreten der Schneedecke, spontan abgehende Lawinen, kritische Neuschneemengen sind Alarmzeichen, die zur sofortigen Umkehr veranlassen sollten! Risikofaktoren sind schlechte Sicht, große Gruppen (mehr als vier Personen), schockartige Belastung (z. B. nach einem Sturz), große Hänge sowie Absturz- und Verschüttungsgefahr.

5. Verhalten im Gelände
Steile Hänge einzeln befahren, felsdurchsetzte Steilgelände und Korridore meiden, Abstand halten (im Aufstieg mindestens 10 Meter, bei Abfahren mehr), Abfahrtskorridor festlegen, schonende Fahrweise, Stürze vermeiden, pausieren auf "sicheren Inseln".

6. Verhalten nach einem Lawinenabgang mit verschütteten Personen
- Übersicht verschaffen, eigene Sicherheit beurteilen und Notruf (112) absetzen
- wenn möglich, Suche in Fließrichtung unterhalb des Punktes starten, an dem der Verschüttete das letzte Mal
gesehen wurde
- bei Ortung Sonde stecken lassen und mit dem Ausgraben beginnen, sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen
einleiten und durchführen bis zum Eintreffen der organisierten Rettung.

Weitere Informationen gibt es unter www.alpenverein.de/DAVServices/ Lawinen-Lage/ und www.lawine.at .

Foto: Ehrenamtliche Helfer der Bergwacht des Bayerischen Roten Kreuzes im Einsatz

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